Erzhausen Figline e Incisa Valdarno Mnichovo Hradiste
  
Partnerschaftsverein Erzhausen e.V.

Bürgerreise
Erzhäuser besuchen ihre Partnerstadt Mnichovo Hradiste
29. April bis 3. Mai 2015

(Fotos: Erwin Endres, Fritz Jericho, Dorothee Krüger, Gerhard Obst, Joachim und Irene Rupp, Thomas Siebold und Georg Weber)

Rainer Seibold

  Der Bürgermeister informiert KW19/15

Reiseverlauf

  Verlauf der Reise
 

29. April 2015
 

  Busfahrt nach Mnichovo Hradiste
Abendessen in der Klaster-Brauerei
 

30. April 2015

 

Tom Bohemia Crystal in Bělá pod Bezdězem
Mittagessen im Restaurace Beseda in Bakov nad Jicera
Der Zwonky Chor in der St. Jakobs Kirche
Schloß und Rathaus
Abendessen im Hotel U Mydlaru
 

1. Mai 2014
 

  Schloß Sychrov
Mittagessen in Svijany
Wanderung im Böhmischen Paradies
Bunter Abend im Gewölbekeller
 

2. Mai 2014
 

  Fahrt nach Prag mit Schifffahrt auf der Moldau
Abendessen im Restaurant Farma Ptyrov
 

3. Mai 2014

  Heimfahrt
Rainer Seibold

Erzhäuser Anzeiger vom 7. Mai 2015
Der Bürgermeister informiert KW19/15

Liebe Erzhäuserinnen, liebe Erzhäuser,

wenn Engel reisen… So könnte man es beschreiben, als sich vom 29. April bis 3. Mai eine 62köpfige Erzhäuser Reisegruppe auf den Weg nach Mnichovo Hradiste machte, um unsere tschechische Partnerstadt zu besuchen. Organisiert vom Partnerschaftsverein und der Gemeinde Erzhausen verbrachten wir bei bestem Reisewetter fünf wunderbare Tage. So konnten die Mitreisenden unter anderem eine Glashütte und die dahinter verborgene Handwerkskunst und ebenso die kulturellen Schätze von Mnichovo Hradiste bewundern, das Schloss Wallenstein zählt hier sicherlich zu den Hauptattraktionen. Toll war auch der Überraschungsauftritt des Zvonky-Chors (sie erinnern sich sicherlich an das Jubiläumskonzert im Erzhäuser Bürgerhaus im November vergangenen Jahres), der die Reisegruppe verzauberte und der bunte Abend im Gewölbekeller des Vorsitzenden des Tennisclubs, Thomas Rakowski.

Allgegenwärtig sind auch die Spuren der großen tschechischen Braukunst, und so fanden wir Rast in den beiden großen Brauereien Svijani und Klaster, auf der Rückreise auch in der Pilsener Urquell-Brauerei, der Geburtsstätte des Pils. Die Naturliebhaber kamen bei der Reise ebenso nicht zu kurz, das nahe gelegene Böhmische Paradies mit beeindruckenden Kalksandsteinformationen lud zum Wandern und bewundern ein. Am letzten Tag der Reise stand schließlich die nahe gelegene Weltstadt Prag auf dem Ausflugsplan, die mit ihren Kulturschätzen beeindruckte.

An dieser Stelle möchte ich mich bei folgenden Personen sehr herzlich bedanken: Rolf Heller und Wolfgang Demmel für die Gesamtplanung, Hermann Josef Hoffsümmer für das Frühstücksbuffet auf der Hinreise, Wilhelm Frese für die Finanzabwicklung vor Ort und Anne Katzenmayer für den selbstgemachten Schmuck als Gastgeschenke.

Ein ganz besonderer Dank geht an die Gastgeber, die uns mit viel Herz und Gastfreundschaft begleiteten. Dies waren der stellvertretende Bürgermeister Jiří Bína und die Dolmetscherinnen Dana und Lenka. Auch der neue Bürgermeister Ondrej Lochmann und seine Partnerin Kasia waren, so oft es ihr voller Terminkalender zuließen, bei uns.

Ich bin der Meinung, dass solch eine BürgerInnen-Reise eine wunderbare Gelegenheit ist, unsere europäischen Nachbarn besser kennen und verstehen zu lernen. Einander verstehen, sich gegenseitig zu akzeptieren und Vorurteile abzubauen, das ist die Basis eines friedvollen Miteinanders. Einen umfänglichen Reisebericht und tolle Fotos finden Sie auf der Homepage von Georg und Gitta Weber unter www.ggweber.de.

Ihr

Rainer Seibold

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Reiseverlauf

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Busreise nach Mnichovo Hradiste

Am Mittwoch um 8 Uhr trafen sich über 60 Erzhäuser am Bürgerhaus, um eine Reise zu der Partnerstadt Mnichovo Hradiste zu machen. Schnell waren die Koffer verstaut, die Plätze im Bus eingenommen, und los ging die Fahrt!

Wir machten einem kurzen Halt auf der Raststätte Steigerwald-Süd (A3):

Doch irgendwann passierten wir die Grenze zu Tschechien, wo wir immer wieder
dieses auffällige Gestell auf den Feldern in der Nähe der Autobahn sahen:

Schon in Deutschland, aber noch sehr viel mehr in Polen fielen auch die vielen leuchtend gelben Rapsfelder auf:

Auf dieser tschechischen Raststätte tauschten einige Passagiere Euro gegen Tschechische Kronen ein:

Dann gab es was zu futtern: ein "Stebbel Fleischworscht" und ein "ächter Erzheiser Weck":

Schmeckt einfach richtig gut!!

Als alle gesättigt waren, rief uns unser Fahrer zum Bus, es ging weiter!

. . . und dann hatten wir unser Hotel U Mydlaru erreicht, einige fuhren noch
weiter zum Hotel U Hroznu (im Zentrum) und Farma Ptyrov (Pferdehof).

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Abendessen in der Klaster-Brauerei

Zum Abendessen fuhren wir in das Restaurant Skala, das zu der historischen Brauerei Klaster gehört, die sich aus einem im 12. Jahrhundert gegründeten Zisterzienser Kloster entwickelte. Das Restaurant Skala wurde dann in den 1990er Jahren gegründet, das bis zu 160 Gäste bewirten kann.

Im Vorraum des Restaurants gibt es doch tatsächlich Fahrradständer. Die Liebhaber
des Klaster-Bieres können also mit ihrem Fahrrad direkt in den Gasthof fahren . . .

Die Gasträume sind aus dem massiven Fels gehauen!

Ein tolles Bild!

Begrüßung durch den sehr jungen neuen Bürgermeister von Mnichovo Hradiste, Ondrej Lochmann.

Zwei die sich gut verstehen!

Ja, und dann gab es etwas zu essen und zu trinken  -  und zu erzählen.

Eine kleine Gruppe von Erzhäusern wollte sich das neue
Hotel Maly Pivovar ansehen, das zum Brauereigelände gehört:
Modernstes Ambiente in historischem Gemäuer!

Da möchte man doch direkt und sofort einziehen!

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Tom Bohemia Crystal in Bělá pod Bezdězem

Wir fuhren mit dem Bus nach Bělá pod Bezdězem, wo wir die Glasmanufaktur "Tom Bohemia Crystal" besichtigen wollten. Unsere Gruppe war aber so groß, dass sie in zwei kleinere Gruppen aufgeteilt werden mußte. Die eine Gruppe ging sofort zur Glasmanufaktur, unsere Gruppe jedoch schaute sich derweil ein wenig in Bělá pod Bezdězem um. Das Städtchen hat einen hübschen Park mitten in der Stadt.

Blick auf das Rathaus (am linken Bildrand).

Auch die Kita-Kinder sind heute verkleidet: Hexenverbrennung!

Blick auf die große Eingangstür des Rathauses mit dem Stadtwappen als Mosaik davor.

Nun wanderte aber auch die zweite Gruppe zur Glashütte.

Der interessante Zaun auf dem linken Bild ist aus Stanzabfällen vom Skoda-(Zulieferer-)Werk hergestellt.

Der Verkaufsraum der Glasmanufaktur "Tom Bohemia Crystal".

Gang durch die Schleiferei.

Vorbereitung bzw. Markierung der einzelnen Stücke zum Schleifen.

Blick in die Glasbläserei. Da sind schon einige echte Typen darunter!
Das Arbeiten bei den hohen Temperaturen erfordert viel Trinken, etliche Liter Wasser am Tag.

Die Gäste dürfen auch mal Blasen:

Herstellen eines schönen großen Weinglases:

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Mittagessen im Restaurace Beseda in Bakov nad Jicera


Nach der Führung in der Glasmanufaktur fuhren wir nach Bakov nad Jizera in
das Restaurant Beseda. Auch hier gab es wieder etwas recht Herzhaftes zu essen:

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Der Zwonky Chor in der St. Jakobs Kirche


Nach dem Mittagessen fuhr uns unser Bus wieder nach Mnichovo Hradiste zurück. Zunächst wanderten wir zur St. Jakobs-Kirche, in der uns der Zwonky-Chor mit fünf wunderschönen Liedern begrüßte.

Das Kirchenschiff mit dem Zwonky-Chor im Altarraum bot ein großartiges Bild:

Nach einem Eingangslied begrüßte uns Bürgermeister Ondrej Lochmann.

Wiedersehen mit den Konzert-Gästen vom vergangenen November 2014:

Auch hier war die Freude sehr groß, sich nach einem halben Jahr nach dem Konzert in Erzhausen wieder zu sehen.

Beim Verlassen der Kirche bemerkten einige der Erzhäuser Gäste plötzlich einen katholischen Pfarrer, der vergeblich auf Rolf Heller gewartet hatte, um ihm die Beichte abzunehmen. Aber aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben!

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Schloß und Rathaus

Nun ging es zu Fuß zum Schloß. Etwa die Hälfte der Besucher machte eine Führung durch das Schloß, die andere Hälfte besuchte die kleine St. Anna Kapelle, in der sich die Grabstätte von Albert von Waldstein, bei uns genannt Wallenstein, befindet.

Wikipedia schreibt dazu:
Das Entstehen der Stadt ist mit dem Wirken des Zisterzienserklosters verbunden, das um die Mitte des 12. Jahrhunderts auf der unweiten Burgstätte über der Iser gegründet wurde. In der Zeit des regen Bauwesens beschlossen die Zisterzienser auch die Gründung ihres eigenen Untertanenstädtchens. Seine Existenz wird zum ersten Mal um 1279 belegt. Das Klosteranwesen wechselte seine Besitzer, bis es im 16. Jahrhundert die Budovecer von Budov erwarben.

Das bedeutendste Familienmitglied, Václav Budovec von Budov, errichtete hier für sich im Jahr 1606 ein recht prunkvolles Renaissanceschloss. Budovec war eine außerordentliche Persönlichkeit Reisender, Denker, Diplomat und Staatsmann. Sein politisches Engagement führte ihn zuerst ins Zentrum des Geschehens im antihabsburgischen Aufstand und dann auf das Henkerschafott in Prag. Seinen Kopf steckte der Henker Mydlář als Warnung auf eine Stange über dem Brückenturm- Umgang.

Am Hinrichtungstag - dem 21.6.1621 - waren für den glatten Verlauf der altstädtischen Exekution und das Vereiteln eventueller Unruhen die Soldaten des kaiserlichen Obersts Albrecht von Wallenstein verantwortlich. Seine Karriere begann damals schwindelerregend zu steigen. Oberst Wallenstein kaufte das Budovecer Anwesen sobald es der Konfiskation verfiel.

äter, schon als Fürst und Herzog, überließ er es Maxmilian von Wallenstein, seinem Schwager und vorbestimmten Nachfolger; zuerst als friedländisches Lehen und ab 1627 als Erbgut. Dieser Umstand führte schließlich dazu, dass Mnichovo Hradiště auch nach dem Mord im Jahr 1634 in Cheb weiter im Besitz der Familie blieb und dass die hiesige Kapelle der Hl. Anna im achtzehnten Jahrhundert zur allerletzten. Ruhesstätte des Herzogs werden konnte. Graf Vinzenz von Wallenstein ließ seine sterblichen Überreste aus der Valdicer Kartause entnehmen, als Josef II. das dortige Kloster auflöste, und bereitete seinem Ahn am 3. März 1785 ein prunkvolles Begräbnis.

Es ist interessant, dass Waldsteins Gebeine in der Grabstätte nicht vollständig sind. In das einstige Budovecer Schloss wurde sein Skelett ohne Kopf gebracht. Der Schädel fehlt. Die Schicksale zweier Männer, des Budovec und Wallenstein, die einst zu Beginn des ungewöhnlich langen und grausamen Krieges an der Spitze von unversöhnlichen Seiten standen, trafen in Mnichovo Hradiště erneut zusammen.

Seine heutige Gestalt erhielt das Schloss in Mnichovo Hradiště in den Jahren 1697 - 1700 und es blieb bis zum Jahr 1945 im Besitz der Wallensteins.


Das Schloss wurde um 1602 bis 1606 von Václav Budovec z Budova erbaut, einem Rat des Appellationsgerichtes und einem der Anführer der böhmischen Stände während des Aufstandes gegen die Habsburger zu Beginn des Dreißigjährigen Krieges. Budovec wurde nach der Niederlage der Stände in der Schlacht am Weißen Berg hingerichtet und sein Hab und Gut kam 1623 an den kaiserlichen Feldherrn und Herzog Wallenstein, der die Herrschaft 1627 mit allen Besitzrechten an seinen Neffen Maximilian von Waldstein verkaufte. Maximilian konnte den Besitz auch nach dem Tod Wallensteins 1634 behalten und erweiterte ihn durch den Kauf weiterer umliegender Güter. Das Geschlecht Waldstein blieb im Besitz der Herrschaft Mnichovo Hradišt
ě bis 1945.

Im Schloß selbst durfte nicht fotografiert werden, deshalb hier nur ein Foto der Schloßbibliothek von Wikipedia.

Die St. Anna Kapelle:

Die Grabstätte von Wallenstein.

Dann ging es zum Rathaus, wo uns Bürgermeister Lochmann empfing und
fünf Minuten lang einiges über die Geschichte des Rathauses erzählte.
Das Städtchen entstand in der Mitte des 13. Jahrhunderts als unbefestigter Marktflecken an der Stelle einer älteren Siedlung. Es gehörte zur Herrschaft des Zisterzienser-Ordenshauses Kloster Hradiště im benachbarten Klášter Hradiště nad Jizerou. Die erste Erwähnung stammt aus dem Jahre 1279. Das Kloster wurde im Frühjahr 1420 von den Orebiten zerstört und nie wieder aufgebaut. Die Besitzungen gingen an den katholischen Adligen Johann von Wartemberg über. Um 1440 gelangte der Hussitenführer Jan Čapek ze Sán in den Besitz der Stadt und der umliegenden Güter mit den Einnahmen aus erbuntertänigen Ortschaften. Nachfolgend wurde Mnichovo Hradiště mehrfach verpfändet. Die Böhmische Kammer verkaufte die Herrschaft 1556 an die Adligen Jiří von Labouň und Jindřich Žibřid. Die Nachkommen Zibřids veräußerten Stadt und Herrschaft 1582 an Christoph Budovec z Budova, dessen Sohn Václav Budovec z Budova im Ort einen Herrensitz erbauen ließ. Er wurde als einer der Anführer des Ständeaufstands in Böhmen (1618) nach der Schlacht am Weißen Berg am 21. Juni 1621 am Altstädter Ring in Prag hingerichtet. Sein konfiszierter Besitz ging 1623 an den kaiserlichen Feldherrn Albrecht von Wallenstein. Nach dessen Ermordung 1634 wurden Stadt und Herrschaft Mnichovo Hradiště erneut konfisziert und an Wallensteins Vetter Max von Waldstein vergeben. Im 17. Jahrhundert wurde das Schloss großzügig umgebaut und blieb bis 1945 im Besitz der Familie Waldstein. Im Jahr 1833 kam es zur Konferenz von Münchengrätz, in der Preußen, Russland und Österreich sich auf eine gemeinsame Politik gegenüber dem Osmanischen Reich verständigten. Im Deutschen Krieg fand am 28. Juni 1866 zwischen dem österreichischen Korps Clam-Gallas und dem preußischen 4. Korps der ersten Armee sowie der Avantgarde der Elb-Husarenarmee die Schlacht bei Münchengrätz statt, in der die Preußen und ihre Verbündeten siegten.

 

Im Standesamt:

Beim genaueren Hingucken entdeckt man Franky Petr, wie er Schutz hinter Lenka sucht:

Ein besonderes Highlight ist das kleine Theater, das sich im Gebäudekomplex des Rathauses befindet.

Am 30. April ist traditionell der Tag der Hexenverbrennungen. Groß und Klein verkleiden sich und ziehen durch die Stadt.

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Abendessen im Hotel U Mydlaru

Leckeres Essen und ein leckerer Rotwein!

Aber erst der Nachtisch, hach . . .

Nach dem Abendessen fuhren die Gäste des Hotels Farma Ptyrov zu ihrer Unterkunft. Bei ihrer Ankunft wurden sie von einem großen Feuer begrüßt, das wohl auch an die Hexenverbrennungen von früher erinnern soll. Danach saß man noch einige Zeit beisammen bei einem Gläschen Rotwein oder Bier.

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Besuch des Schlosses Sychrov

Bei Wikipedia findet man folgende Informationen:

Das Schloss Sychrov (deutsch Sichrow) befindet sich in Sychrov, acht Kilometer nordwestlich der Stadt Turnov im Okres Liberec, Tschechien.

Das in Nordostböhmen liegende Objekt gehört zu den bedeutenden historischen Schlossbauten. Das ursprüngliche Barockschloss wurde 1690 vom Ritter Lamotte von Frintropp in Auftrag gegeben. 1820 kaufte Familie Rohan die Herrschaft von den Herren von Waldstein (Wallenstein). Fürst Charles Alain G. Rohan ließ bald danach das ehemalige Barockgebäude um einen Stock erhöhen und weitere Gebäude anbauen.

Die wichtigsten Veränderungen erfolgten unter Kamil Josef I. Rohan in den Jahren 1847–1862, als das Schloss nach einem

 Brand völlig neugestaltet wurde und die heutige neugotische Gestalt erhielt. Die Entwürfe lieferten die Architekten Bernhard Grueber und sein Nachfolger Josef Provot. Im Schloss gibt es mehr als vierzig aufwendig ausgestattete Säle und Räume, die zugänglich sind.

Die Familie Rohan trug im Schloss einen sehr umfangreichen Mobiliarfundus zusammen. Dabei sind vor allem die aus Frankreich stammenden Bilder sehr wertvoll. Größtenteils handelt es sich um Porträts von Familienmitgliedern, französischen Adligen und Königen.

Unsere Reisegruppe wurde in zwei kleinere Gruppen aufgeteilt. Eine Gruppe begann sofort mit einer Führung durch das Schloß, die andere Gruppe spazierte durch den sehr schönen Schloßpark und machte dabei auch eine kleine Rast in der Orangerie des Schlosses. Danach wurde gewechselt. Bei der Führung durch das Schloß durfte nicht fotografiert werden, deshalb hier nur ein paar Bilder aus Wikipedia:

Oh nein  -  ich muß mich korrigieren: es hat doch jemand bei der Führung im Schloß fotografiert!
Irene und Joachim Rupp übergaben mir heute nachträglich ihre Ausbeute von der Schloßführung. Es sind
insgesamt fast 90 Fotos  -  zu viele, um sie hier direkt einzubinden. Aber es lohnt sich, sie anzusehen, denn sie
geben ein gutes Bild vom Innenleben des Schlosses. Man kann sie über diesen Link finden:
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Interieur Schloß Sychrov

Die Orangerie

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Mittagessen in Svijany
Pivovar Svijany a.s. ist eine tschechische Bierbrauerei. Die Aktiengesellschaft befindet sich zu 100 Prozent im Besitz der LIF Trade, zu der auch die Brauereien Náchod und Rohozec gehören. Johanns Sohn Adam von Wartenberg erwarb 1564 das Braurecht und ließ in Svijany eine Brauerei errichten. Die Svijany Brauerei gehört heute zu den ältesten Brauereien der Tschechischen Republik. Die Güter um Svijany und die Brauerei wurden 1622 an Albrecht von Wallenstein verkauft nachdem die vorherigen Besitzer die Familie Joachim Andreas von Schlick als Anführer des Ständeaufstandes hingerichtet wurden. Die Wallensteins verwalteten die Brauerei bis 1814. 1945 wurde die Brauerei verstaatlicht und Teil der Gruppe Nordböhmischer Brauereien. Nach der Reprivatisierung und Umwandlung in eine Aktiengesellschaft 1992 wurde die Brauerei 1997 Teil der Prager Brauereien (u.a. auch Staropramen). Mehrheitseigner der Gruppe Prager Brauereien war die englische Braugruppe Bass. Später fiel die Brauerei an die Liberec Investment Fund (LIF Trade). 2001 wurde erstmals die Grenze von 100.000 hl Ausstoß überschritten. Die Brauerei wuchs kontinuierlich so betrug der Ausstoß 2013 609.000 hl.

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Wanderung im Böhmischen Paradies

Beginn der Wanderung  -  da hatten wir noch keine Ahnung, welche grandiosen Felsformationen wir zu sehen bekommen würden!

Aber so langsam begannen wir zu staunen und zu bewundern. Das ist ja wirklich
großartig und auf alle Fälle empfehlenswert für jeden Besucher des Böhmischen Paradieses!

Oh je - jetzt wird´s aber echt eng!

Paßt doch exakt!

Die Ausblicke waren richtig spektakulär, unsere Kameras liefen heiß!

Diese Bild zeigt doch sehr deutlich, wie begeistert die Erzhäuser
Felswanderer waren  -  aber schwindelig durfte da keiner sein!

So oft bin ich schon ewig nicht mehr fotografiert worden.

Übrigens war auch der neue Bürgermeister von Mnichovo Hradiste und seine Gefährtin mit von der Partie! Toll!

Nun begann der "Abstieg" aus den höher gelegenen Felsformationen.

Da geht es ganz schön runter...

Am ersten Mai darf man (oder muß man?) Frauen, die sich unter einem blühenden Kirschbaum aufhalten, unbedingt küssen. Hermann-Josef nutzte die Gelegenheit. Es war zwar nur ein wenig attraktives Exemplar einer Wildkirsche, über die Qualität des Kusses ist aber nichts bekannt. Auf alle Fälle war dies dennoch ein gelungener Abschluß der tollen Wanderung.

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Bunter Abend im Gewölbekeller

Tomas Rakousky ist der 1. Vorsitzende des TC Mnichovo Hradiste, er ist aber auch der Inhaber einer Bauingeneur-Firma Anitas (http://www.anitas.cz/). Bei einem früheren Besuch hattte er einer Gruppe von Tennisspielern bereits seine Gewölbekeller gezeigt und folgende Informationen gegeben:

Er wollte 2009 an einer zentral gelegenen Stelle in MH ein Haus bauen. Für diese Stelle im Zentrum von MH gab es Informationen, dass dort vor sehr langer Zeit (vermutlich um 1623) Kellergewölbe in den Fels gehauen worden seien. Vor Baubeginn hat Tomas durch Bohrungen danach suchen lassen, man hat aber nichts gefunden. Dann wurde mit dem Bau begonnen und beim Ausheben der Baugrube hat man die Gewölbe dann doch entdeckt - völlig zugeschüttet mit Erde und Felsen und Geröll. Tomas hat dann die ganze unterirdische Anlage leerräumen lassen, 160 Lastwagen (!!) mit Schutt mußten herausgeholt und abtransportiert werden. Dann hat Tomas mit viel Geld, mit noch mehr Arbeit und mit sehr viel Unterstützung durch Freunde das Gewölbe restauriert, repariert, statisch stabilisiert und nach seinen Vorstellungen und Wünschen umbauen lassen. Das Ergebnis ist schlichtweg sensationell! Man kann es kaum glauben, dass so etwas in Privatbesitz ist. Es gibt sogar noch einen Verbindungstunnel zu der Kirche im Ortszentrum.

Tomas hat es sich nicht nehmen lassen, die Erzhäuser Besuchergruppe zu einem Bunten Abend in seinen  Gewölbekeller einzuladen. Für Essen, Trinken und Unterhaltung (Musik) war bestens gesorgt.

 

Begrüßungsdrink

Tomas Rakousky begrüßt seine Gäste!

Ein echter Typ!!

Ein Teil des Büffets - sieht doch lecker aus?

Eine gemütliche Ecke.

Pilsener Urquell  -  was sonst?

Auch der Bürgermeister begrüßt nochmal die Erzhäuser Besucher.

Helmut Agné überreicht im Namen des PVE und der Erzhäuser Besucher Geschenke an die Gastgeber.

Und ab geht die Post!

Und wer ist der flotteste Tänzer? Klar, Franky!

Es ist dem Protokoller nicht bekannt, was Franky hier singt, aber es könnte "O sole mio" sein . . .

Aber dann irgendwann ging es zum Bus, der uns zu unseren Hotels
brachte  -  nicht wirklich alle, einige sind noch geblieben, man sagt, es wurde dann sehr spät!

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Fahrt nach Prag mit Schifffahrt auf der Moldau

Die Stadt Prag

Prag (tschechisch Praha) ist die Hauptstadt und zugleich bevölkerungsreichste Stadt der Tschechischen Republik. Die Hauptstadt Prag (Hlavní město Praha) ist eine selbstständige Verwaltungseinheit. Die Umgebung der Stadt ist seit der Frühgeschichte dicht bevölkert. Die slawische Besiedlung begann im 6. Jahrhundert in einem Gebiet, das zuvor seit über 500 Jahren von den germanischen Markomannen bewohnt worden war. Nach der Errichtung von zwei Burgen durch die Přemysliden im 9. und 10. Jahrhundert kamen jüdische und deutsche Kaufleute ins Land. Um 1230 wurde Prag zur Residenzstadt des Königreichs Böhmen und im 14. Jahrhundert als Residenzstadt des Heiligen Römischen Reiches zu einem politisch-kulturellen Zentrum Mitteleuropas. In Prag wurde 1348 die erste Universität Mittel- und Osteuropas gegründet. Über Jahrhunderte hinweg war Prag eine multikulturelle Stadt, in der sich böhmische (tschechische), deutsche und jüdische Kultur begegneten und gegenseitig inspirierten. Die „Goldene Stadt“ zeigt heute ein geschlossenes, von Gotik und Barock geprägtes Stadtbild.

Prag ist eine an kulturellen Schätzen sehr reiche Stadt. Ein Besuch lohnt sich deshalb stets. Hier zwei Fotos aus Wikipedia, die man als Tourist selbst kaum machen kann, die aber das typische Erscheinungsbild von Prag wiedergeben:

Die Stadt bietet eine der geringsten Arbeitslosenraten in ganz Europa, für tschechische Verhältnisse
sind die Lebenshaltungskosten aber relativ hoch. Prag ist aber auch ein Moloch mit
etwa 1,4 Millionen Einwohnern und erstreckt sich heute über eine riesige Fläche (Foto: Wikipedia):


Wir fuhren um etwa 9:30 Uhr von unserem Hotel mit unserem Bus ab. Die Fahrt nach Prag dauerte etwa eine gute Stunde. Wir stiegen nahe einer der 180 (!!!) Brücken von Prag aus, wo wir schon von unseren beiden Stadtführerinen erwartet wurden. Unsere Gruppe wurde wieder aufgeteilt. Eine Gruppe machte eine Stadtführung und sollte dann ihr Mittagessen in einem Restaurant einnehmen. Die zweite Gruppe (zu der auch der Berichterstatter gehörte) machte zunächst eine einstündige Stadtführung und ging dann auf ein Schiff, auf dem es dann ebenfalls ein Mittagessen gab (Büffet mit Prager Schinken). Nach dem Essen fuhr das Schiff die Moldau ein Stück rauf und wieder runter, dabei stand es die überwiegende Zeit in einer Schleuse. Dennoch würde ich diese Schiffahrt empfehlen, sofern man zusätzlich oder schon vorher zu Fuß eine Stadtführung macht. Nach der Schifffahrt gab es noch eine weitere Führung durch die Stadt, und erst ganz zum Schluß hatten wir noch etwa eine Stunde Freizeit, die wir aber bei einer Tasse Kaffee am Moldauufer verbrachten.
 

Am Haupttor zur Burg:

Im Innenhof der Prager Burg

Vor dem Veitsdom:

Wachablösung

Die schöne Helena mit ihrem Schirm immer vorneweg.

Jetzt geht es aufs Schiff  -  die Calypso.

Das Büffet mit Prager Schinken  -  wirklich sehr lecker!

Linkes Bild: hinter der Brücke, leider nur schlecht erkennbar, das Tanzende Haus.

Wolfgang hatte einen seiner freigebigen Momente und spendierte eine
Runde Pils  -  das 0,3l Glas zu 3€! Ja, das ist ein wahrer Freund!
(Prager Preise, in MH kostet das 0,3l Glas weniger als 1€)

Das Nationaltheater:

Die Karlsbrücke von der Moldau aus:

 

 

Getümmel und Gedränge auf der Karlsbrücke.

Die Prager Rathausuhr, auch Aposteluhr oder Altstädter Astronomische Uhr, ist eine weltweit bekannte astronomische Uhr aus dem Jahr 1410, die sich in Prag an der Südmauer des Altstädter Rathauses befindet. Sie ist ein Meisterwerk gotischer Wissenschaft und Technik und ein wertvolles Kulturdenkmal. Die Prager astronomische Uhr ist heute eine der Hauptsehenswürdigkeiten der tschechischen Hauptstadt. Sie wurde nicht in einem Stück gebaut, sondern wuchs im Laufe der Jahrhunderte. Zusammen mit dem Altstädter Rathaus ist die astronomische Uhr ein nationales Kulturdenkmal und bildet einen unentbehrlichen Bestandteil des alten Prags.

Charmeur der alten Schule.

Hier ruhten wir uns ein wenig aus, bevor es mit dem Bus wieder zurück nach Mnichovo Hradiste ging.

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Abendessen im Restaurant Farma Ptyrov

Zunächst brachte uns der Bus zu unseren Hotels. Hier hatten wir Gelegenheit zum
Umziehen und Frischmachen, dann fuhren wir zum Hotel und Restaurant Farma Ptyrov.

Die Gnocci waren ein kulinarisches Highlight!

Nach dem Essen trafen sich alle Erzhäuser Gäste und ihre Tschechischen Betreuer zum Gruppenbild.

 
Die Erzhäuser bedankten sich mit kleinen Geschenken.  Hermann-Josef hatte noch einige
(gut gekühlte) Fleischwurstringe, Anne steuerte selbstgemachten Schmuck bei.

Schmuck und Fleischwurst - macht sich gut!

Nach der offiziellen Zeremonie und Gruppenaufnahme gingen alle
wieder zurück ins Restaurant, wo man noch lange zusammensaß.

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Heimfahrt

Pilsner Urquell
Wikipedia

Pilsner Urquell (tschechisch Plzeňský Prazdroj) ist ein seit 1842 in Pilsen von Plzeňský Prazdroj produziertes Bier. Das Pilsner Urquell war das erste nach Pilsner Brauart hergestellte Bier, fast alle bekannten späteren Lagerbiere basieren auf diesem original Pilsner Bier. Für die Herstellung wird Saazer Hopfen aus den traditionellen Anbaugebieten in Nordböhmen verwendet. Der Markenname bezieht sich auf den Herkunftsort Pilsen.

Aufgrund der schlechten Bierqualität in Pilsen Anfang des 19. Jahrhunderts entschlossen sich die brauberechtigten deutschen Bürger zum Bau einer neuen Brauerei, das „Bürgerliche Brauhaus“, um damit die technischen Voraussetzungen für die Herstellung eines moderneren untergärigen Bieres zu schaffen. Im Frühling 1842 berief der Pilsner Baumeister Martin Stelzer den Bayern Josef Groll zum ersten Braumeister. Das Bürgerliche Brauhaus wurde in den folgenden Jahren ständig erweitert und im Jahr 1913/1914 überschritt die Jahresproduktion erstmals eine Million Hektoliter. 1898 wurde die Schutzmarke Pilsner Urquell eingetragen.

Seit 1999 gehört das Unternehmen zum Konzern South African Breweries plc (seit 2002: SABMiller). Pilsner Urquell ist die insbesondere für das Exportgeschäft bedeutende Hauptmarke der Plzeňský Prazdroj a. s.

Pilsner Urquell wurde zwischen 2004 und 2011 auch im polnischen Tychy gebraut, wo die Marke Pilsner Urquell erstmals außerhalb Tschechiens produziert wurde. Nach dem Ausbau der Brauerei Pilsen wurde die Produktion in Polen eingestellt. Das Bier für über 50 Länder wird seitdem wieder ausschließlich in Pilsen gebraut.

Außer in Fässern wird das Bier in grünen Flaschen ausgeliefert. Im Gegensatz zu den in Deutschland gebrauten Pils-Sorten, die meist einen Alkoholgehalt von 4,8 % bis 5,0 % aufweisen, hat das Pilsner Urquell mit 4,4 % einen relativ geringen Alkoholgehalt.

Auf unserer Heimfahrt mit dem Bus machten wir in der Pilsener Brauerei Station, um dort zu Mittag zu essen. Das bot die Gelegenheit, sich vor und nach dem Essen auf dem Brauereigelände ein wenig umzusehen. Für eine ausführliche Besichtigung fehlte aber die Zeit.

Eine Video-Wand von hinten und von vorne:

Im Keller des Restaurants "Na Spilce" sitzt es sich gemütlich,
und na klar  -  es gab wieder etwas Herzhaftes zu essen und dazu ein Pilsener Urquell.


Auszug aus dem EA-Artikel von Rainer Seibold:

" ... dass solch eine BürgerInnen-Reise eine wunderbare Gelegenheit ist, unsere europäischen Nachbarn besser kennen und verstehen zu lernen. Einander verstehen, sich gegenseitig zu akzeptieren und Vorurteile abzubauen, das ist die Basis eines friedvollen Miteinanders...."

Das ist bei dieser Reise auf eine wunderschöne Weise erreicht worden. Darüber hinaus sollte aber erwähnt werden, dass diese gemeinsame Reise nach Tschechien auch das Verstehen und Kennenlernen unter den Erzhäusern verbessert hat. Freundschaften wurden geschlossen, und wer sich vorher nur "vom Gesicht her" kannte, sagt jetzt "Du" zueinander! Auch das ist ein wichtiger Erfolg einer solchen Reise!

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Die Partnerschaft mit Mnichovo Hradiste besteht seit Mai 1997. Vom 11. bis zum 14. September 2014 weilte eine 8-köpfige Delegation aus Mnichovo Hradiste in Erzhausen. Die Teilnehmer aus dieser Delegation waren: 
Arnošt Vajzr
Mgr. Jiří Bína
Ing. Jaroslav Hašlar
Mgr. Vladimír Čermák
Stanislav Brzobohatý
Mgr. Kamila Galetková
Ing. Radek Matějů
Mgr. Hana Kořínková
Bürgermeister (inzwischen in Ruhestand)
Bürgermeisterstellvertreter
Sekretär
Gemeinderat Mitglied
Gemeinderat Mitglied
Abteilungschefin - Büro des Amtsleiters
Abteilungschef - Bauamt und Umwelt
Dolmetscherin

Hauptanlaß für diesen Besuch war die Wahl eines neuen Bürgermeisters. Arnost Vajzr war 4 Jahre Bürgermeister und geht in den Ruhestand, deshalb macht er nun seine Abschiedstour als Bürgermeister.  Da bot es sich an, dabei auch die 750-Jahr-Feier und die Erzhäuser Kerb mitzuerleben.

Seit 17.11.2014 heißt der neue Bürgermeister von Mnichovo Hradiste Ondrej Lochmann.

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Interieur Schloß Sychrov

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